aufruf zur nachttanzdemo 2002
   
re.claim the game: NOlympJA!
22. Juni 2002 ab 21 Uhr vor dem Frankfurter Hauptbahnhof

Wir erklären den Verantwortlichen folgendes: Wir lassen uns nicht verbieten! Wir demonstrieren! Wir demonstrieren für unser Recht zu demonstrieren! Wir demonstrieren für Grundrechte, die ihr uns genommen habt und für weitere Rechte, die ihr uns nicht geben wollt. WE FIGHT FOR OUR RIGHTS!

Wir demonstrieren gegen staatliche Repression und Kontrolle, gegen das Ruhe- und Ordnungsamt, gegen die Polizei und die Politik! Wir gehen auf die Straße – auf unsere Art: friedlich und feierlich. Wir tanzen nachtz! Wir tanzen für Bewegungsfreiheit und Freiräume! Für spontane Partys und selbstbestimmtes Vergnügen – für freies Feiern, für eine befreite Nacht! FIGHT FOR OUR RIGHT TO PARTY! re.claim!

WESSEN STRASSE IST DIE STRASSE – WESSEN WELT IST DIE WELT?

Wir erklären den Verantwortlichen die Freiräume: Wir tanzen gegen die zunehmende Privatisierung von öffentlichen Räumen, für unser Recht auf Raum. STREET RE.PUBLIC hat Wiederaneignung öffentlicher Räume zum Ziel! Wir wehren uns gegen Raumverbote, Razzien im „Vergnügungsviertel“, Überfälle auf unsere Partys und Clubs! Wir wollen keine Bullen, die unsre Partys busten, uns nerven, Drogen-UserInnen kriminalisieren und „Dealer“ jagen! Gegen Behördenwillkür und Polizeibrutalität. Für eine befreite Stadt für ALLE! Statt die Stadt zu beleben, bereinigt die Stadt die Stadt vom Leben – durch Sauberkeit, Sicherheit, Service (SSS) durch Ordnungsbeamte, private Sicherheitsdienste, freiwillige Bürgerwehr, Müllpolizei und ihre Denunzianten-Spitzel. Gegen den grassierenden Sicherheitswahn, Moralpanik und Hygienehysterie! Überwacht euch doch selber! STOPPT DIE REPRESSIVE OFFENSIVE! Für eine neue Kultur- und Drogenpolitik! PARTY FOR OUR RIGHT TO FIGHT!: Recht auf selbstbestimmte Party – Recht auf Rausch! re.claim!

Wir erklären den Verantwortlichen die Bewegungsfreiheit: Wir wollen keine rassistischen Kontrollen und Platzverweise am Bahnhof, keine Überwachung der Zeil, keine Kriminalisierung und Vertreibung von sogenannten Randgruppen aus der Innenstadt. Wir sind für die sofortige Auflösung des Abschiebelagers am Frankfurter Flughafen. Wir fordern Bewegungsfreiheit für ALLE! FREE MOVEMENT IS OUR RIGHT! re.claim!

re.claim THE GAME!: NOlympJA 2002

Wir erklären den politisch Verantwortlichen das olympische Prinzip: Kein Mensch darf aus religiösen, politischen, sozialen, kulturellen oder rassistischen Gründen ausgeschlossen werden! Die Stadt Frankfurt bewirbt sich für die Olympischen Spiele 2012. Wir sagen dazu: NOlympJA!

NO: Wir wollen keine Stadtplanung der Investoren, keinen globalen Wettbewerb von Städten um Standorte, keine unsinnigen Großprojekte à la Europaviertel, Olympia 2012, Bahnhof 21. Gegen die neoliberale Ausrichtung der städtischen Politik und die zunehmende Kommerzialisierung unseres Alltags: An ALLE: vereinigt euch! Begehrt! Lebt eure Bedürfnisse und Wünsche, ohne Rücksicht auf Schranken und Grenzen. FREE the CITY!

JA: JA zu Olympia, JA zu Frieden und Toleranz! re.spect to ALL! re.present! re.present! Unser Dorf soll Olympia werden! Wir leben hier. Also bauen wir ein olympisches Dorf ins Herz der Stadt: Park Fiction statt Urban Entertainment! Let The Games begin! Die NachtTanzDemo entzündet schon 2002 die olympische Fackel – und ruft den olympischen Frieden aus: Kein Mensch darf aus der Stadt vertrieben werden! WELCOME ALL REFUGEES!

Ich will mich frei bewegen, will tanzen, meine Droge,
meine Party, will meine ganze Stadt – für ALLE!

   

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